Monatsarchiv: Oktober 2019

Hundefell richtig pflegen – so geht’s

Eine regelmäßige Fellpflege bei Hunden ist enorm wichtig, denn sie dient sowohl der allgemeinen Körperpflege, sondern kann auch gleichzeitig dazu beitragen, dass Krankheiten frühzeitig erkannt werden. Das Kämmen wird zudem von den meisten Hunden als Zeichen der Zuwendung empfunden, sodass die Bindung zum Menschen positiv beeinflusst wird. Wir zeigen in den folgenden Zeilen, wie die richtige Fellpflege beim Hund aussehen sollte!

Hundefell: Folgen einer mangelhaften Pflege

Ob und wie oft ein Hund gebürstet werden muss, hängt in erster Linie von der Länge und der Beschaffenheit seines Fells ab. Die Fellpflege beim Hund sollte zudem im Idealfall der Jahreszeit angepasst werden, denn besonders im Herbst und im Frühjahr ist ein gründliches Bürsten Pflicht, um so die abgestorbenen Haare beim Fellwechsel zu entfernen.

Ansonsten können die feinen Härchen die Luftzirkulation behindern, sodass die darunter liegende Haut nicht ausreichend atmen kann. Wer die Hundefellpflege vernachlässigt, riskiert zwangsläufig, dass die Haare des Vierbeiners stark verfilzen, was nicht nur ein ungepflegtes Aussehen zur Folge hat, sondern auch das Risiko für Hautprobleme beim Hund deutlich erhöht.

Fellpflege: Die verschiedenen Methoden

Im Rahmen der Fellpflege ist das Bürsten des Hundefells besonders wichtig. Bei langhaarigen Hunderassen sollte man zuerst mit einem Striegel oder einem geeigneten Kamm die losen Haare aus dem Deckfell entfernen. Danach kann das ganze Fell in langen Strichen mit einer härteren Bürste durchgekämmt werden. Damit werden sowohl die losen Haare entfernt, als auch die Durchblutung der Haut angeregt, sodass die Haarfollikel besser versorgt werden können.

Welche Bürste sich hierbei am besten eignet, ist von der individuellen Beschaffenheit des Hundefells abhängig. Einen guten Überblick der unterschiedlichen Spezialwerkzeuge, die sich speziell für die Hundefellpflege eignen, gibt`s hier.

Wie oft sollte der Hund gebadet werden?

Im Rahmen der Hundefellpflege gilt die Regel: So oft wie nötig, so wenig wie möglich! Das Baden sollte bei den Vierbeinern nur eine untergeordnete Rolle spielen, denn zu häufiges Baden kann den Säureschutzfilm der Haut zerstören. Ist allerdings ein Vollbad unumgänglich, sollte der Hund mit handwarmem Wasser und einem seifenfreien, rückfettenden Hundeshampoo gesäubert werden. Es ist äußerst wichtig, dass nur spezielle Shampoos für Hunde zum Einsatz kommen.

Die richtige Hundefellpflege der verschiedenen Hunderassen

Je nach Fellart des Hundes sollte mindestens einmal pro Woche eine gründliche Fellpflege durchgeführt werden. Bei langhaarigen Rassen wie dem Langhaar Collie oder dem Tibet Terrier sollte das Fell nach Möglichkeit jedoch täglich gepflegt und gebürstet werden. Für Hunderassen mit glattem Fell und wenig Unterwolle ist das benötigte Equipment relativ überschaubar, denn hier genügt in der Regel eine Bürste vollkommen aus, um die losen Haare ordentlich zu entfernen.

Wer hingegen eine draht- und rauhaarige Rasse besitzt, benötigt in der Regel einen Trimmer, damit die starke Unterwolle gut entfernt werden kann. Langhaarige Vierbeiner bedürfen selbstverständlich einer intensiveren Pflege. Zudem benötigen einige Rassen eine regelmäßige Schur, die jedoch nur von einem Spezialisten durchgeführt werden sollte, da die Gefahr für Hautverletzungen hierbei sehr groß ist.

Fellpflege zu Hause: Die 3 wichtigsten Expertentipps

  1. Die richtige Grundausstattung sorgt für schönes Fell

Beim Erwerb eines Hundes sollte man sich auch mit der nötigen Fellpflege des Tieres beschäftigen. Sinnvolle Ratschläge kann beispielsweise die jeweiligen Züchter oder ein ansässiger Hundefriseur geben. Ein guter Kamm sowie eine ordentliche Bürste darf im Grunde in keinem Hundehaushalt fehlen, denn der Hund profitiert dabei gleich in zweifacher Hinsicht: Durch die sanften Massagen bleibt das Fell schön und zusätzlich wird der Stoffwechsel angeregt.

  1. Schönheit kommt auch von innen

Auch für den Hund gilt: Eine gesunde Ernährung sorgt für ein schönes, gesundes Fell. Deshalb können Fellprobleme beim Hund unter Umständen ein Warnzeichen für Mangelerscheinungen oder gesundheitliche Probleme sein. Im Idealfall sollten die Ursachen hier mit einem Tierarzt abgeklärt werden. Das richtige Futter ist einer der wichtigsten Aspekte für ein gesundes Hundeleben sowie ein schönes Fell.

Es gibt einige natürliche Hilfsmittel, die sich dem Hundefutter beimischen lassen und die das Fell sowie die Fellhaut unterstützen. Hier sind vor allem hochwertige Öle mit vielen ungesättigten Fettsäuren einer der klassischen Nahrungsergänzungsmittel für Hunde, wie Leinöl, Fischöl oder Hanföl.

  1. Das richtige Shampoo

Hat sich der Vierbeiner wieder in einer tiefen Schlammpfütze oder in etwas Übelriechendem gewälzt, geht in der Regel kein Weg an einem ordentlichen Bad vorbei. Um die natürliche Hautschutzbarriere nicht anzugreifen, sollte für Hundefell ausschließlich spezielles Hundeshampoo verwendet werden. Alternativ können Tierbesitzer aber auch zu einem milden Baby-Shampoo greifen, am besten aus der Naturkosmetik-Abteilung.

Zusammenfassung: Die richtige Fellpflege beim Hund

  • Eine regelmäßige Fellpflege beugt Verfilzungen und Hautproblemen vor
  • Während des Fellwechsels sollte der Hund täglich von toten Haaren befreit werden
  • Die richtige Bürste ist das A und O. Sie muss dem Fell des Tieres angepasst sein
  • Hunde sollten möglichst früh an das Striegeln und Kämmen gewöhnt werden
  • Beim Baden gilt: Bloß nicht zu häufig, um den Talg- und Säureschutzfilm nicht anzugreifen
  • Ausschließlich Hundeshampoos oder milde, natürliche Baby-Shampoos eignen sich für die Fellpflege beim Hund. Im besten Fall sind die Mittel auf die Fellbeschaffenheit des Hundes abgestimmt

Was tun, wenn der Hund unter Verstopfung leidet?

Verdauungsprobleme sind für den besten Freund des Menschen ebenso unangenehm wie für Herrchen oder Frauchen. Denn wenn dieses Problem nicht nur vorübergehend, sondern über einen längeren Zeitraum hinweg auftritt, kann das unter Umständen sogar weitreichende Folgen für die Gesundheit des Tieres haben.

Was bedeutet Verstopfung beim Hund?

Leidet der Hund unter einer Verstopfung, hat er in aller Regel seltener Stuhlgang, als es normalerweise der Fall ist. Das hat zur Folge, dass der Kot im Dickdarm verbleibt, wo er eindickt. Es fällt dem Hund folglich schwerer, den Kot abzusetzen, wobei er dabei meist auch Schmerzen empfindet.

Zwar lässt sich die Verstopfung bei einem Hund sehr gut behandeln, jedoch ist es wichtig, zunächst einmal herauszufinden, auf welche Ursachen die Verstopfung zurückzuführen ist. Zu den häufigsten Ursachen gehören etwa eine falsche Haltung oder Fütterung sowie ein Mangel an Bewegung. Möglicherweise hat der Hund beim Gassigehen aber auch Fremdkörper wie beispielsweise Plastik gefressen, welche die Verdauungsprobleme hervorrufen.

Unerlässlich ist deshalb ein Besuch beim Tierarzt, der zunächst einmal vom Hundehalter die Symptome abfragt. Die anschließende körperliche Untersuchung beinhaltet das Abhören des Bauchraums und eine rektale Untersuchung des Enddarms. Kann der Tierarzt dabei keine eindeutige Ursache ausmachen, sind weitere Untersuchungen wie etwa eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung notwendig. Denn es ist durchaus möglich, dass der Hund an einer anderen Grunderkrankung wie etwa einer Entzündung oder einer Unterfunktion der Schilddrüse leidet, was sich durch die Verdauungsprobleme bemerkbar machen kann.

Wie wird eine Verstopfung beim Hund behandelt?

Insbesondere wenn die Verstopfung bereits einen chronischen Verlauf genommen hat, kann die Behandlung unter Umständen nicht ganz einfach sein. Bei einer akuten Verstopfung können die Hundehalter durchaus versuchen, das Problem mit bekannten Hausmitteln zu lösen. Beispielsweise, indem sie das Futter wechseln oder dem Vierbeiner ein wenig Milch geben, die bei Hunden im Normalfall zu Durchfall führt. Jedoch kann die in der Milch enthaltene Laktose eventuell auch dabei helfen, die Verdauungsbeschwerden zu lindern.

Leidet der Hund unter einer schweren oder gar chronischen Verstopfung, setzt der Tierarzt zunächst Flüssigkeitsinfusionen und versucht, den Stuhl mit Hilfe von speziellen Klistieren aufzuweichen. Gegebenenfalls verabreicht er zusätzlich Abführmittel.

Weitere Hausmittel gegen Verdauungsprobleme

Um eine Verstopfung bei Hunden zu lösen, haben sich neben Milch auch Joghurt, Butter, Öl oder Sahne bewährt. Diese Ingredienzien werden ganz einfach unter das tägliche Futter gemischt. Allerdings nicht in zu großen Mengen, weil der Vierbeiner ansonsten das Fressen möglicherweise verweigert oder daraufhin plötzlich unter Durchfall leidet.

Auch mit gekochten Flohsamenschalen, Kleie oder Leinsamen und ein wenig mehr Bewegung kann sich die Verstopfung lösen lassen. Helfen diese Mittel jedoch nicht, sollte der Hundehalter spätestens nach zwei Tagen einen Tierarzt aufsuchen.