Tagesarchiv: 8. November 2021

Die Geschichte der Windhunde: Jagdhunderassen

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Seit Jahrtausenden sind Hunde als Begleiter der Menschen bekannt. Über die Jahrhunderte wurden viele neue Rassen entdeckt, die aus verschiedenen geografischen Gebieten der Erde stammen. Auch entwickelten sich stets neue Rassen durch gezielte Züchtungen, die den verschiedenen Einsatzgebieten der Hunde Rechnung tragen sollten. Hütehunde, die auch bei extremeren Wetter ihren Aufgaben nachkommen können, Jagdhunde, die ihrer Beute in kleine, unterirdische Bauten folgen können oder größere Beute zum Jäger bringen können sowie Wachhunde, die Haus und Hof schützen, sind nur einige Beispiele.

Windhund Malereien

Eine der am längsten bekannten Hunderasse ist der Windhund. Archäologen fanden in Ägypten Malereien, die Hunde zeigen, die den heutigen Windhunden extrem ähnlich sehen. Der schlanke, lange Körper und die langgezogenen Gesichtspartien waren damals bereits so ausgeprägt, wie bei der heute bekannten Gattung der Windhunde. Experten sprechen den Windhunden zu Zeiten der Pharaonen und des Ägyptens 6000 vor Christus einen sehr bedeutenden Stellenwert in der Gesellschaft zu. Analysen der Malereien lassen darauf schließen, dass Windhunde im alten Ägypten einen ähnlich hohen Stellenwert wie enge Verwandte hatten und als vollwertige Familienmitglieder galten. Entsprechenden Wert hatte der Besitz eines Windhundes, der nicht nur als Teil der Familie galt, sondern auch wichtige Unterstützung bei der Jagd war. Verstarb ein Windhund, war die Trauer entsprechend groß und das Begräbnis mit einer Mumifizierung verbunden.

Es wird davon ausgegangen, dass die Windhundrasse von Ägypten nach Europa durch griechische Händler kam. Auf griechischen Münzen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus ist immer wieder die Abbildung eines Hundes zu entdecken, der dem heutigen Windhund stark ähnelt. Den Griechen der Antike war schnell bewusst, dass sich der Windhund aufgrund seiner Beweglichkeit und Schnelligkeit gut bewähren würde. So wurde der Windhund auch bei den Griechen zu einem treuen Begleiter, dessen Rasse sich bis heute kaum verändert hat.

Der Windhund als Begleiter

Auch in der antiken Literatur wird immer wieder von Hunden berichtet, deren Beschreibungen auf den heutigen Windhund passen. Autoren wie Ovid verfassten Texte, in denen Windhunde wichtige Rollen spielten. Von den Griechen gelangte der Windhund zu den Römern, die ebenfalls seine Stärken zu schätzen wussten. In der römischen Literatur der Antike finden sich immer wieder Hinweise auf Windhunde, die in Erzählungen über die Götter eingebunden sind. Erzählt wird auch von dem Windhund als Begleiter auf Feldzügen. Die Jagd wurde oft als ein Wettstreit zwischen dem schnellen Lauf des Hasens und der Geschwindigkeit des Windhundes verstanden und galt dem sportlichen Gedanken sowie des Freizeitvergnügens.

Der Windhund blieb auch über die kommenden Jahrhunderte als Jagdhund beliebt. Im Mittelalter waren aufgrund von Hungersnöten viele Hunderassen in ihrer Zahl stark dezimiert worden und waren teils vom Aussterben bedroht. Hunde waren den Menschen nicht mehr so wichtig, da es zunächst die Familie zu ernähren galt. Der Windhundrasse nahmen sich jedoch oft Kleriker an, die sie züchteten. Auch beim Adel besaßen Windhunde weiterhin einen hohen Stellenwert. Als im mittelalterlichen England die sogenannten Waldgesetze in Kraft traten und die Jagd in den königlichen Wäldern den nicht-adligen Bürgern untersagt wurde, schlossen diese Gesetze auch die Windhunde mit ein. Fortan war es nur noch dem Adel gestattet mit dem Windhund auf die Jagd zu gehen.

Über die Jahrhunderte blieb die Beziehung zwischen Adel und Windhunden eng. Mit der Gründung von ersten Rennclubs während der Renaissance, die Rennen zwischen Windhunden veranstalteten, wurde der sportliche Aspekt der Hundehaltung weiter gefördert.

Die industrielle Revolution trug zur weiteren Verbreitung der Hunderennen bei. Teilnehmende konnten nun auch zu weiter entfernten Orten reisen und gegeneinander antreten. Das in 1873 gegründete Rennen in Waterloo findet bis heute statt.

Mitte des 20. Jahrhunderts wurden die Windhundrennen in den USA extrem populär. Der heutige Amateursport  erreichte teils größere Zuschauerzahlen als die Basketballliga.

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